Herkömmliche Leuchttextilien bestehen aus transparentem Stoff, auf den Leuchtfolien aufgeklebt werden. Diese Folien funktionieren wie Plattenkondensatoren: Zwischen zwei leitenden Schichten befindet sich eine hauchfeine halbleitende Lage aus Farbpigmenten. Unter Spannung laden sich die Pigmente auf und geben die gespeicherte Ladung als Licht im Raum ab.
Das Leuchtrollo der Krefelder Wissenschaftlerinnen arbeitet nach dem gleichen Prinzip, jedoch werden die einzelnen Lagen nicht als Folie, sondern als flüssige Pasten nacheinander direkt in den Stoff eingearbeitet.
Als Pigment dient hierbei Zinksulfid, das je nach gewünschter Farbe mit unterschiedlichen Metallen wir Aluminium oder Kupfer behandelt wird. Auf diese Art entsteht eine neuartige Flächenbeleuchtung, die auf annähernd jede textile Fläche übertragen werden kann. Die Geschmeidigkeit und Drapierbarkeit des Stoffes bleibt erhalten.