Nations League Wück geht gnädig mit DFB-Frauen um

Dundee · Ein klares Ergebnis und zu null gespielt: Das Frauen-Nationalteam kommt aber in Schottland erst spät in Schwung. Am Dienstag ist das Rückspiel in Wolfsburg - unter dann wohl einfacheren Bedingungen.

Jubel über vier Tore: die DFB-Frauen in Schottland

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Bundestrainer Christian Wück hat nach dem 4:0-Sieg der deutschen Fußballerinnen in Schottland versöhnliche Töne angeschlagen - trotz einer schwachen ersten Halbzeit. „Heute sagen wir einfach mal: zu null gespielt - und alles ist gut“, bilanzierte der 51-Jährige nach dem Erfolg der Olympia-Dritten in der Nations League. Er verwies im ZDF-Interview auf die Platzverhältnisse in Dundee: „Man darf nicht vergessen, es waren schwierigere Bedingungen, als man von außen gesehen hat.“

„Ein bisschen zu statisch“

Drei Monate vor ihrem Auftaktspiel gegen Polen bei der Europameisterschaft in der Schweiz hatte die Frankfurterin Elisa Senß die DFB-Frauen in der ersten Minute in Führung gebracht. „Ich würde sagen, wir können sehr zufrieden sein mit dem Spiel“, sagte die Mittelfeldspielerin von Eintracht Frankfurt. Sie räumte aber ein, dass das Nationalteam 45 Minuten lang wenig spielerische Lösungen fand. „Ich glaube, es war manchmal ein bisschen zu statisch. In der zweiten Halbzeit war es deutlich dynamischer von uns.“

Wück ärgert sich über Fehler

Sophie Howard erzielte vor 6.600 Zuschauern ein Eigentor (21.) für die Schottinnen, die sich nicht für die EM qualifiziert haben. Die eingewechselte Cora Zicai (57.) und Lea Schüller (59.) erhöhten nach der Pause. „Wir waren heute nicht so sauber, wie wir es uns vorgestellt haben“, räumte Wück ein. Der DFB-Coach erklärte seinen lautstarken Ärger am Ende der ersten Halbzeit damit, „weil einfach einfache Fehler drinsteckten“.

Am Dienstag kommt es in Wolfsburg zum Rückspiel. Die Olympia-Dritten hatten zuvor in der Nations League 2:2 in den Niederlanden und 4:1 gegen Österreich gespielt und verteidigten mit dem Sieg gegen Schottland ihre Tabellenführung in der Gruppe A1.

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(dpa)