Es geht wieder los, die Halbfinalserien der DEL-2-Play-offs gehen in Spieltag drei. Nach einer ungewohnten Pause von fünf Tagen stehen am Freitag die nächsten Spiele zwischen den Krefeld Pinguinen und Ravensburg Towerstars sowie Kassel Huskies und Dresdner Eislöwen auf dem Programm. Beide Serien sind 1:1 ausgeglichen. Während Krefeld und Ravensburg jeweils ihr Heimspiel gewinnen konnten, siegten Kassel und Dresden jeweils auswärts.
Bei den Krefeld Pinguinen dürfte man sich dann doch über die Spielpause gefreut haben, denn Philip Riefers, Leon Niederberger sowie Matt Marcinew und Tim Schütz konnten an der Trainings-Einheit am Donnerstag in der Yayla-Arena voll mitwirken. Mit Ausnahme vom Riefers-Comeback ließ Trainer Thomas Popiesch aus taktischen Gründen offen, ob noch jemand zurück in die Aufstellung rotiert.
Offensiv hat der Trainer sowieso die Qual der Wahl, denn zehn Tore in den beiden Halbfinal-Spielen sprechen eine klare Sprache. Darüber hinaus performen die drei Importstürmer Lucas Lessio, Yushiroh Hirano und Max Newton bestens, sodass eigentlich kein Bedarf besteht einzugreifen. In der Defensive wird der erfahrene Philip Riefers dem Line-up sicher guttun, obwohl sein Vertreter David Trinkberger seine Aufgaben am Sonntag gut erledigte. Mit seiner zusätzlichen Torgefahr ist Riefers für jede Abwehr schwer auszurechnen.
Yayla-Arena wird zum dritten Mal in den Play-offs ausverkauft sein
Da am Dienstag kein Spiel in der Serie angesetzt war, konnten die Krefelder eine ganze Trainingswoche absolvieren. „Ich glaube, dass die DEL 2 die einzige Liga in ganz Europa ist, die so eine Pause einbaut. Wir haben die Zeit genutzt, um die Fehler aus dem letzten Spiel zu analysieren. Trotzdem war so eine Pause mitten in den Play-offs für uns alle Neuland. Wir haben versucht, das Training bestmöglich zu steuern und die Spannung hochzuhalten“, sagte Popiesch am Donnerstag nach dem Training. Dazu wurden schnelle Angriffe sowie die Special-Teams-Abläufe noch einmal durchgespielt, damit man an die starke Powerplay-Quote von 30,8 Prozent in Spiel drei anknüpfen kann. „Wir wollen uns für die harte Arbeit wieder belohnen. Wenn man auswärts fünf Tore schießt, sollte man am Ende als Sieger vom Feld gehen. Die Kleinigkeiten werden am Freitag wieder den Unterschied machen, hoffentlich schlägt das Pendel dieses Mal auf unsere Seite“, sagte Popiesch.
Mannschaftskapitän Alexander Weiß sprach im Gespräch mit dieser Zeitung auch noch einmal explizit das Mitteldrittel am Sonntag an, in dem die Seidenstädter gleich fünf Tore eingeschenkt bekamen und die gute Ausgangssituation verspielten. „Wir müssen daraus lernen und einfach wieder über 60 Minuten konsequent spielen. Wir haben gesehen, dass wir zwei Drittel die bessere Mannschaft waren und auch in Spiel eins im Schlussdrittel kaum etwas zugelassen haben. Daran müssen wir am Freitagabend anknüpfen. Es wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe werden“, sagte Weiß, der in den Play-offs bislang vier Tore und zwei Vorlagen für die Krefeld Pinguine erzielen konnte.
Die Fans in Krefeld sind auf jeden Fall heiß auf das dritte Play-off-Spiel der Halbfinalserie. Zum dritten Mal in den diesjährigen Play-offs wird die Krefelder Yayla-Arena ausverkauft sein. Am Donnerstagmittag gab es im Gästebereich, der auch für die Krefelder Fans freigegeben wurde, noch rund 100 Karten, die zum Verkauf standen. Darüber hinaus ist der Ticket-Zweitmarkt geöffnet. Das Spiel beginnt um 19.30 Uhr, die Türen der Arena öffnen um 18 Uhr.