Daran war lange Zeit nicht zu denken, denn nach seinem schweren Sturz Ende November in Kusaamo und der anschließenden Schulteroperation schienen die Titelkämpfe für den doppelten Junioren-Vizeweltmeister ganz fern.
Dem Motto „Dabei sein ist alles“ kann der ehrgeizige Abiturient deshalb ausnahmsweise eine ganze Menge abgewinnen. „Ich darf mit zur WM fahren, das ist wunderbar“, sagte Wellinger im Vorfeld. Werner Schuster empfindet dies ebenfalls als großes Glück. „Der Weg von Andreas Wellinger zurück auf die Schanzen hat in der Trainerschaft für große Freude gesorgt“, erklärte der Chefcoach. „Er ist ein perspektivisch sehr wichtiger Springer und soll deshalb auch WM-Luft schnuppern.“
Ob der 19-jährige Wellinger zum Einsatz kommen wird, will Schuster in Ruhe abwägen: „Es ist das oberste Ziel, Andreas wieder langfristig in das Wettkampfgeschehen zurückzuführen. Uns ist die langfristige Entwicklung wichtiger als kurzfristige Medaillengewinne“, betonte der Cheftrainer.