Die meisten Flüchtlinge warten im Aufnahmelager von Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze auf ihre Weiterreise. Nach Angaben des Krisenstabes harrten dort am Mittwoch rund 8550 Migranten aus. Humanitäre Organisationen schätzten die Zahl dagegen auf bis zu 14 000.
Zugleich befanden sich laut Krisenstab am Mittwochmorgen knapp 7300 Migranten auf den Inseln der Ostägäis sowie gut 9400 in verschiedenen Lagern im Raum Athen. Etwa 160 Menschen seien in Mittelgriechenland in Hotels und etwa 18 000 sind in mehreren Lagern in Nordgriechenland untergebracht.
Athen und der für die Migration zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos rechnen damit, dass bis zum Monatsende wegen der Schließung der Balkanroute mehr als 100 000 Migranten in Griechenland festsitzen werden. Der griechische Außenminister Nikos Kotzias erwartet bis zu 150 000 Migranten. Der Bericht des Krisenstabes lag der Deutschen Presse-Agentur vor.