Die Sonderwirtschaftszone in Nordkorea sollte nach den Vorstellungen Südkoreas nicht nur die wirtschaftliche Zusammenarbeit voranbringen, sondern für den abgeschotteten Nachbarstaat ein Fenster zur Welt öffnen. Heute ist der weitgehend von südkoreanischer Seite finanzierte Komplex das einzige noch verbliebene Kooperationsprojekt zwischen beiden Länder. Es ist ein wichtiger Devisenbringer für Nordkorea.
Auf dem weitläufigen Gelände des Parks arbeiten über 50 000 niedrig bezahlte nordkoreanische Arbeiter für 123 Unternehmen aus Südkorea. Sie produzieren dort unter anderem Textilien und Bekleidung, Haushaltsgeräte, Bauteile für Maschinen, Autos und Halbleiter. Die Errichtung der Industriezone begann 2003, Ende 2004 wurden dort die ersten Produkte hergestellt. Im vergangenen Jahr wurden in dem Gewerbekomplex Güter im Wert von rund 470 Millionen Dollar produziert.