„In der jetzigen Situation dürfen wir es nicht zulassen, dass die Organspende und die Transplantationsmedizin weiter in Misskredit gerät“, fügte der Oppositionsführer hinzu. Es müsse jetzt alles getan werden, um das Vertrauen in der Bevölkerung wiederherzustellen.
Steinmeier erinnerte daran, dass sich alle Parteien im Bundestag in einer gemeinsamen Anstrengung darauf verständigt hätten, die Bereitschaft zur Organspende zu fördern. „Was jetzt stattfindet, ist ein herber Rückschlag. Das Fehlverhalten der Ärzte in Regensburg und Göttingen muss mit aller Härte des Strafrechts verfolgt werden“, forderte der SPD-Politiker, der selbst seiner erkrankten Frau eine Niere gespendet hatte. Der schon jetzt eingetretene Schaden werde nicht leicht wiedergutzumachen sein. „Das Vertrauen in das uneigennützige, dem Patientenwohl verpflichtete Handeln der Ärzteschaft ist erschüttert“, betonte er.