Wenn es solche Leute wie Snowden nicht gäbe, würden wir auf „solche Parallelwelten“ der Geheimdienste nicht gestoßen werden. Der jetzt von den USA wegen Geheimnisverrats gesuchte Computerspezialist hatte Ausspäh- und Überwachungsprogramme amerikanischer und britischer Geheimdienste öffentlich gemacht. „Es müsste aber noch mehr solcher Snowdens geben, denn es gibt ja auch noch andere Geheimdienste“, fügte Hasse hinzu.
Der Datenschützer betonte, er teile die Sorge vieler Menschen in Deutschland um ihre privaten Daten und Informationen. Es sei wie eine Flut, die plötzlich hereinbreche. „Wir mit unserem Sandeimerchen stehen hier rum und versuchen, den Dammbruch zu flicken. Da brauchen wir die Hilfe der Politik, das schaffen die Datenschützer nicht mehr allein“, betonte Hasse.
Dass auf Bundesebene niemand die Abhörprogramme Prism oder Tempora kannte, glaubt Hasse nicht. Es müsse Hinweise gegeben haben, denen man hätte nachgehen können. „Dass niemand von nichts gewusst haben will, kann ich mir nur schwer vorstellen“, sagte Hasse.