Der Dollar kostete damit 0,7647 (0,7669)Euro. Am Mittwoch hatte der Euro noch zeitweise unter der Marke von 1,30 Dollarnotiert.
"Das Umfeld für den Euro hat sich weiter aufgehellt und die Märkte erwarteneine weitere Entspannung in der Schuldenkrise", sagte Stephan Rieke,Devisenexperte von der BHF-Bank. Die Einigung der Euro-Finanzminister auf einezentrale Bankenaufsicht und die Freigabe der Mittel für Griechenland hätten dieZuversicht gestärkt. In den vergangenen Tagen hätten sich zudem die Hinweise aufeine Trendwende der Konjunktur der Eurozone verstärkt. "Die italienischeRegierungskrise ist hingegen in den Hintergrund getreten", sagte Rieke. So hatsich Italien am Donnerstag problemlos am Anleihemarkt refinanziert.
Die Entscheidung der US-Notenbank vom Mittwochabend, erneut Anleihen zukaufen, habe die Märkte hingegen kaum mehr bewegt, sagte Rieke. DieEntscheidung, zusätzlich zu dem bisherigen Programm für 45 Milliarden Dollarmonatlich Staatsanleihen zu kaufen, sei an den Märkten erwartet worden. DerHaushaltsstreit in den USA stellt laut Rieke noch das größte Risiko für denEurokurs dar. Sollten Republikaner und Demokraten sich nicht einigen, würde eineKombination aus Steuererhöhungen und massiven automatischen Ausgabenkürzungen zuJahresbeginn in Kraft treten, die die US-Wirtschaft in eine Rezession stürzenkönnte. Rieke erwartet jedoch eine Einigung: "Der Druck auf die Republikanerauch von den eigenen Wählern, Steuererhöhungen für Reiche zuzustimmen, istenorm."
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einenEuro auf 0,81005 (0,80775) britische Pfund , 109,18 (108,12)japanische Yen und 1,2090 (1,2109) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.692,75 (1.716,25)Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 41.050,00 (41.610,00)Euro.