Schon im Juli hatte der Verband seine Wachstumsprognose von zwei Prozent für das laufende Jahr kassiert. Festge sagte, bei Auftragseingang, Produktion und Beschäftigung werde man das Vorjahresniveau halten. Grund seien weltwirtschaftliche Unsicherheiten. „Es ist deutlich, dass wir derzeit in einem Abwärtstrend leben.“
Festge gab sich zuversichtlich, dass die Affäre um manipulierte Abgaswerte beim Autobauer VW Produkten „Made in Germany“ auf Dauer nicht schadet. „Die Kraft unserer Industrie beruht auf Innovationsstärke und Kundennähe“, sagte der Verbandspräsident auf einem Branchenkongress. „Das ist der Wert, der über die VW-Manipulationsaffäre hinaus bestehen wird.“
Der Verband verlangte, Flüchtlinge einfacher in Arbeit bringen zu können. „Die deutsche Industrie wird ihren Teil beitragen zur Integration der Flüchtlinge, als Ausbilder und als Arbeitgeber.“ Sie brauche junge, engagierte Arbeitnehmer. Es bestehe aber noch viel Unsicherheit, kritisierte Festge. „Heute werden die Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen oder ausbilden wollen, vor viele Hürden gestellt.“