Sportlich, italienisch, unauffällig: Alfa Romeo 159

Berlin (dpa/tmn) - „Raffiniertes italienisches Design“ und Sportlergeist sollen die Kunden anlocken. Doch auf deutschen Straßen macht sich der Alfa Romeo 159 rar. In der Pannenstatistik des ADAC aber auch.

Das liegt laut dem Automobilclub einerseits an der geringen Verbreitung - nicht zuletzt wegen der Konkurrenz durch Audi A4 oder 3er BMW -, andererseits gibt es aber auch nur wenige Mängel. Vor allem Diesel der Jahrgänge 2005 und 2006 riefen die Pannenhelfer auf den Plan - meist wegen defekter Einspritzanlagen aufgrund von Motormanagementproblemen. Ferner meldete die Elektronik bei einigen Fahrzeugen „unerklärliche Störungen“, so der ADAC.

Produziert wird die von Stardesigner Giorgetto Giugiaro entworfene Limousine mit der markanten Frontpartie seit 2005. Ein Jahr später schob Alfa den Sportwagon genannten Kombi nach. Eine zweite Generation gibt es noch nicht. Eine erste Modellpflege mit kleinen technischen und optischen Korrekturen wurde im Jahr 2008 durchgeführt.

Einschneidender war die Erweiterung der Motorenpalette 2009. Neu aufgenommen wurden der 1,8-Liter-Benziner TBi mit 147 kW/200 PS sowie der Diesel 2.0 JTDM mit 125 kW/170 PS. Kleinster Benziner im Portfolio ist ein Vierzylinder mit 103 kW/140 PS. Der stärkste Ottomotor steht mit 191 kW/260 PS im Datenblatt. Er beschleunigt den 159 in 7,0 Sekunden auf Tempo 100. Selbstzünder gibt es in Leistungsstufen zwischen 88 kW/120 PS und 154 kW/210 PS.

Am günstigsten ist ein gebrauchter 159 laut Schwacke-Liste für rund 9800 Euro erhältlich - dafür sollte ein Alfa 159 1.9 JTDM 8V DPF Progression von 2005 zu bekommen sein. Eines der topmotorisierten Exemplare, etwa der 159 3.2 JTS V6 24V Q4 Distinctive (mit Allradantrieb) von 2008, wird mit rund 19 650 Euro in der Liste geführt. Der Kombi 159 Sportwagon 2.4 JTDM 20V DPF Turismo von 2009 sollte demnach noch etwa 20 350 Euro kosten.