Hintergrund ist eine Debatte in der Szene, wonach immer mehr Profi-Gamer ihre Konzentration und Wachsamkeit mit Amphetaminen oder Cannabis erhöhen, sagte Ulrich Schulze vom Veranstalter Electronic Sports League (ESL) der Deutschen Presse-Agentur.
Ein Sprecher der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) erklärte, dass beim Computerspielen ähnliche mentale Fähigkeiten wie im professionellen Schach-, Billard- oder Schießsportbereich gefragt seien. Die unabhängigen Dopingkontrolleure erarbeiten mit der ESL nun Regeln, Verbotslisten und Testverfahren aus, um gedopte Profi-Spieler zu stoppen. „Für uns ist das ein erstes Testverfahren“, sagte ESL-Manager Schulze. Die Liga wolle damit ein Statement setzen.
Die Dopingkontrollen sollen erstmals beim Computerspiel-Turnier „ESL One Cologne“ am 22. und 23. August in Köln eingesetzt werden. Dort kämpfen 16 internationale Teams um ein Preisgeld von 250 000 Dollar. Tausende Zuschauer werden in der Lanxess-Arena erwartet.