Eine kleine Blendenöffnung (etwa 16, 22 oder höher) hat eine höhere Tiefenschärfe - so ist auch noch der Hintergrund erkennbar. Ausgehend vom scharfgestellten Punkt breitet sich die Schärfe mit dem Abblenden nach vorne und nach hinten aus. Die Ausdehnung hängt auch mit dem gewählten Objektiv zusammen. Teleobjektive liefern laut „Colorfoto“ etwa eine geringere Tiefenschärfe als Weitwinkel.
Für das Spiel mit der Tiefenschärfe brauchen Fotografen nicht zwangsläufig eine teure Spiegelreflex- oder Systemkamera. Auch mit den meisten Smartphones lässt sich die Tiefenschärfe beeinflussen. Apples iPhones etwa blenden bei Porträts oder Nahaufnahmen automatisch den Hintergrund ins Unscharfe, wenn man ein Objekt manuell fokussiert. Modelle mit Doppelkamera haben dafür auch eigene Kameramodi.
Auch bei vielen Android-Geräten gibt es Kameramodi wie Makro oder Porträt für mehr oder weniger Tiefenschärfe. Besonders Modelle mit doppelter Kamera arbeiten hier mit mehr Tiefeninformationen und können einzelne Objekte im Bild optisch aus dem Hintergrund herauslösen. Die Tiefenunschärfe bei Smartphonefotos wird aber in der Regel nicht durch den Einsatz der Blende gesteuert sondern künstlich durch einen Berechnungsprozess hinzugefügt.