Es war zugleich die Geburtsstunde des Eau de Cologne.
Der Italiener exportierte den Duft nach Cölln und belieferte Höfe und Könige. Doch diese Erfolgsgeschichte rief Nachahmer auf den Plan. Deshalb wurde das Original Kölnisch Wasser auch einer der ersten Fälle von Produktpiraterie: 1804 erwarb Wilhelm Mülhens die Namensrechte von einem falschen Farina, betrieb bald blühenden Handel und zog selbst ein Parfum-Geschäft hoch.
Erst später wurde Wilhelm Mülhens der Gebrauch des Namens Farina untersagt — daraufhin benannte er seinen Duft nach der Hausnummer in der Kölner Glockengasse, in der er hergestellt wird: 4711 — echt Kölnisch Wasser. Das Plagiat wurde zur „Marke des Jahrhunderts“, wie sich 4711 selbst auszeichnete. Heute gehört das Kölner Unternehmen dem Stolberger Parfümhaus Mäurer & Wirtz.