Die Jury würdigte das Werk als „facettenreiche Darstellung einer Liebesbiografie - kräftig, humorvoll und nachdenklich“. Trotz seiner strikten Struktur - die Erzählerin ordnet die verschiedenen Lieben ihres Lebens den zwölf Aposteln zu - wirke es nie künstlich erzwungen.
Schwitter war in diesem Jahr bereits für den Deutschen Buchpreis nominiert, ihr Roman stand dort auf der Shortlist. Zudem war sie im Sommer beim Wettlesen des Ingeborg-Bachmann-Preises im österreichischen Klagenfurt angetreten, dort jedoch leer ausgegangen.
Die ehemalige Schauspielerin wurde 1972 in Zürich geboren und lebt mittlerweile in Hamburg. Sie war unter anderem an den Schauspielhäusern von Frankfurt, Graz und Hamburg engagiert. Für ihren Debütband „Wenn's schneit beim Krokodil“ (2005) wurde Schwitter mit dem Robert-Walser-Preis und dem Förderpreis der Schweizer Schillerstiftung ausgezeichnet. 2010 beendete sie ihre Bühnenkarriere und lebt seitdem als freie Schriftstellerin.