Da habe die meiste Arbeit an „Jimmy's Hall“ noch vor ihm gelegen. Jetzt, wo er es geschafft habe, sei er sich nicht mehr sicher, ob er aufhören wolle.
„Wir haben uns gedacht, wir schauen uns erstmal die Weltmeisterschaft an und warten ab, was der Herbst bringt.“ Möglicherweise gebe es danach noch „einen kleinen Film“, sagte Loach. „Warten wir's ab.“
Loach gilt als einer der renommiertesten Autorenfilmer seiner Generation. Er gewann mit seinen oft sozialkritischen Werken zahlreiche Preise, 2006 zum Beispiel die Goldene Palme in Cannes für sein Kriegsdrama „The Wind That Shakes The Barley“.
Der auf wahren Begebenheiten basierende Film „Jimmy's Hall“ über einen politischen Aktivisten spielt in Irland Anfang der 1930er Jahre. Auch heute sehe er Unterdrückung von Dissidenz und Gegenstimmen, sagte Loach in Cannes. „Nur eine große Idee ist erlaubt: Geld.“ Das bestimme überall das Geschehen und Handeln. „Wenn das durch irgendetwas in Gefahr gerät, wird es bekämpft.“