Nordrhein-Westfalen arbeite seit Jahren mit dem Zentralrat zusammen.
Zielgruppe von „JuMu“ seien Menschen, die von bisherigen Maßnahmen gegen Antisemitismus nicht erreicht worden seien, etwa weil sie nicht in Deutschland zur Schule gegangen seien. In „JuMu“-Workshops würden sie über Antisemitismus aufgeklärt, sagte Stamp. Oft lernten die Jugendlichen dort überhaupt erstmals Menschen jüdischen Glaubens kennen. Gerade bei Flüchtlingen aus dem muslimischen Kulturraum sei die Vermittlung von demokratischen Grundwerten und Kenntnissen der deutschen Geschichte wichtig. Stamp würdigt die aktive Mitwirkung des Zentralrats der Muslime. Er setze sich immer wieder für ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen ein.
Die rechtspopulistische AfD hatte eine Debatte über eine Pressemitteilung des Integrationsministeriums auf die Tagesordnung gesetzt. Dieses hatte erklärt, „JuMu“ mit 160 000 Euro zu unterstützen. In einer Korrektur stellte das Ministerium später klar, dass das Geld direkt in die Projektarbeit fließe.