(Red) Sie sind ab sofort das ärztliche Team und sozsuagen das Gesicht der „Onko-Ambulanz“ im Elisabethkrankenhaus – und damit erste Ansprechpartner für Menschen aus Grevenbroich und Umgebung, die an Krebs erkrankt sind: Dr. Katharina Fischer und Dr. Christoph Losem. Seit Dienstag arbeiten die junge, fachlich breit aufgestellte Onkologin und der erfahrene Kollege, der viele Jahre in der eigenen Praxis in Neuss tätig war, Seite an Seite und ergänzen sich.
Beiden gemeinsam ist, dass sie sich als Krankheitsmanager beziehungsweise Lotsen verstehen, die ihre Patienten auf dem gesamten Behandlungsweg begleiten. Denn Krebstherapie ist eine Aufgabe für ein riesiges Spezialisten-Team. Organisatorische Klammer im Rheinland Klinikum ist dabei das standortübergreifende Tumorzentrum unter Leitung von Dr. Ulf Reinhart.
Er sieht in der Zentrumsstruktur Vorteile für Patienten: „Die Behandlungskonzepte werden in der gemeinsamen interdisziplinären Tumorkonferenz festgelegt. Am Lukaskrankenhaus in Neuss sind wir optimal für den operativen Eingriff aufgestellt, die Vor- und Nachbehandlung aber sollte im Interesse der Patienten wohnortnah erfolgen“, sagt der Onkologe: „Denn Krebspatienten sind oftmals in ihrer Mobilität eingeschränkt und werden über einen längeren Zeitraum begleitet. Da sind Ansprechpartner vor Ort wichtig, die auch im Falle von Komplikationen schnell erreichbar sind.“
Das Rheinland Klinikum nennt das Beispiel einer Patientin: Bei ihr diagnostizierte der niedergelassene Gastroenterologe Ende Mai 2024 einen Tumor im Enddarm. Weitere Untersuchungen sowie die Chemotherapie, die der Operation vorgeschaltet war, erfolgten am Grevenbroicher Krankenhaus.
In der dortigen Onkologischen Ambulanz befindet sie sich – inzwischen operiert – seit März nun auch in der Nachsorge. Dazwischen lagen zahlreiche Termine für Untersuchungen, Laborkontrollen, Therapiesitzungen, manchmal dreimal wöchentlich. „Insbesondere für ältere Patienten wären da weite Anfahrten sehr beschwerlich“, sagt Reinhart. Gerade bei der Krebstherapie sei auch der persönliche Aspekt wichtig: „Unsere Patienten schätzen die sehr persönliche menschliche Betreuung.“
Das ist es auch, warum sich Katharina Fischer für das Fach Onkologie entschieden hat: „Diese persönliche Bindung macht unser Fach aus, man begleitet Patienten durch eine Extremsituation und ist als erster und direkter Ansprechpartner nicht austauschbar“, erklärt sie.