Auf den Bühnen spielen je sieben Schauspieler die wichtigen Stationen im Leben eines Menschen nach. Doch die Geschichte verläuft in beiden Städten in umgekehrte Richtungen: Berlin erzählt von der Geburt bis zum Tod, Dortmund umgekehrt. In der Lebensmitte der Hauptfigur treffen die Erzählungen aufeinander. Mit Hilfe einer eigens für das Stück reservierten Glasfaserleitung können die Zuschauer das Geschehen in der jeweils anderen Stadt auf einer Leinwand verfolgen.
Mit dem aufwendigen Theaterstück wollen die Macher mit den Themen Gleichzeitigkeit, Identität, Originalität und der gefühlten Auflösung von Raum und Zeit in der globalisierten Welt spielen. Die Inszenierung stelle auch die Einzigartigkeit von Lebenswegen in Frage, erklärte der Regisseur Kay Voges, der zugleich Intendant des Dortmunder Schauspiels ist, am Mittwoch. Die Live-Simultaninszenierung sei „für ein Theater absolutes Neuland.“