Elektro-Auto zum Ausleihen Stadtwerke Meerbusch geben ­E-Carsharing auf

Meerbusch · Nach fünf Jahren trennen sich die Stadtwerke von ihrem Leih-Auto. Grund seien keine schlechten Zahlen, betonen sie. Für Kunden soll sich wenig ändern.

(akir) Die Stadtwerke Meerbusch haben ihr Carsharing-Angebot in Büderich abgegeben. Wie das Unternehmen nun mitteilte, fand die Übernahme des E-Autos durch den Anbieter „Next eShare.one“ bereits zum 1. Januar statt. Für die Nutzer solle sich nach fünf Jahren Betrieb durch die Stadtwerke aber wenig ändern.

„Die zunehmende Komplexität der Energiebranche, insbesondere durch neue gesetzliche Vorgaben und deren Umsetzung, erfordert unsere volle Aufmerksamkeit“, sagte Nicole Frieg von den Stadtwerken zur Entscheidung, das Angebot nicht mehr selbst zu stemmen. Um ihre Ressourcen gezielt einzusetzen und das Leistungsangebot weiterzuentwickeln, hätten die Stadtwerke sich dazu entschlossen, das Carsharing abzugeben.Der neue Betr eiber „Next eShare.one“ sei kein Unbekannter, sondern ein „erfahrener und verlässlicher Partner“, wie die Stadtwerke mitteilen. Beim neuen Anbieter wolle man sich „mit vollem Engagement dafür einsetzen, dass unsere Kundinnen und Kunden weiterhin den gewohnt hohen Service genießen“, sagte Andreas Allebrod von „Next eShare.one“.

Für Nutzer des Carsharings soll sich nichts ändern: Konten und Profile blieben erhalten, nur die Abrechnung erfolge künftig über „Next eShare.one“, heißt es. Bereits im Oktober 2024 hatten diese sich für eine Systemumstellung von der Plattform „flinkster“ auf „MOQO“ entschieden. Die Stadtwerke hatten ein E-Sharingauto mit Station an der Hildegundisallee in Büderich im Einsatz. Hochgerechnet hätten circa 2000 Nutzer das E-Auto in den vergangenen fünf Jahren unter der Leitung der Stadtwerke genutzt, sagte Sprecherin Andrea Steffen auf Anfrage. Darunter seien Kunden gewesen, die das Fahrzeug für eine Stunde am Tag gebucht haben, andere hätten es eine Woche lang durchgehend genutzt. Die Nutzungszeiten seien über die Jahre angestiegen.

Bis Oktober 2024 hätten die Stadtwerke einen Kundenstamm von rund 100 Personen gehabt. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass es das erste E-Sharing-Auto in Meerbusch gewesen sei, betonte Steffen. Auch das Standortprinzip, das das Auto an Büderich gebunden habe, sei ein Faktor. Dies könne „möglicherweise für die Bewohner von Osterath, Lank oder Bösinghoven ein Hinderungsgrund zur Ausleihe gewesen sein.

(akir sug)