Der Aufwand, um Täter zu schnappen, sei enorm, so dass Vorfälle in letzter Zeit oft nicht gemeldet würden, betonte der Experte.
An den kleineren Airports Weeze und Paderborn/Lippstadt wurde jeweils eine Blendung gezählt, in Dortmund und Münster/Osnabrück gab es laut DFS in den ersten sechs Monaten dieses Jahres keine Zwischenfälle.
Wer Piloten blendet, macht sich strafbar, es drohen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Die Folgen eines schon kurzen Lichteinstrahls können fatal sein. „Es kann dazu führen, dass man mehrere Sekunden bis hin zu Minuten die Display-Anzeigen im Cockpit nicht richtig erkennen kann“, sagte Zipser. Es könne sogar passieren, dass der Pilot während des Landeanflugs an den Co-Piloten übergeben muss.
Die Täter sind dabei schwer zu fassen. „Teilweise werden die Piloten aus einer Höhe von zwei Kilometern oder einer Entfernung von 15 bis 20 Kilometern geblendet“, sagte ein DFS-Sprecher. Am häufigsten kämen die Blendungen im Landeanflug vor.
Der Pilot meldet den Fall bei der Flugsicherung, die dann die Polizei einschaltet. Diese setzt bei der Suche nach den Tätern auch Hubschrauber ein, wie das NRW-Innenministerium erklärte. Dem Justizministerium liegen allerdings keine Zahlen vor, wie viele Täter nach Laserattacken tatsächlich gefasst und verurteilt wurden.