Später hätten sich auch Einbrüche auf einer nahe gelegenen Straße und im Erdgeschoss eines Hauses aufgetan. Das Erdloch habe im Moment rund 20 Meter Durchmesser, hieß es. Die Feuerwehr evakuierte sicherheitshalber bisher fünf der anliegenden Häuser, verletzt wurde niemand.
"Die Techniker der Stadtverwaltung, die Feuerwehr sowie der Zivilschutz sind dabei, die Ursachen des Erdrutsches zu klären und, ob anliegende Häuser beschädigt worden sind", erklärte der Verkehrsbeauftragte von Neapel, Agostino Nuzzolo.
Nach ersten Annahmen könnten die heftigen Regenfälle der vergangenen Woche den Erdrutsch ausgelöst haben. Da sich das Erdloch in den "quartieri spagnoli" (Spanischen Vierteln) im Zentrum der Altstadt befindet, die nicht nur wegen ihrer hohen Kriminalitätsrate sondern auch für die Enge ihrer Gassen bekannt sind, könnte jeder Einsturz tragische Folgen haben.
Die Gegend in und um die Stadt am Vesuv ist für ihre Erdbewegungen bekannt. Plötzliche Erdspalten und Erdrutsche auch in der Stadt sind keine Seltenheit.