Mehr Einarbeitungszeit bleibt der Managerin allerdings wohl auch nicht. Der Aufsichtsratschef der Karstadt Warenhaus GmbH, Stephan Fanderl, drängte schon Ende Januar aufs Tempo. Alle 83 Warenhäuser müssten auf den Prüfstand gestellt werden, forderte er — und schloss auch Filialschließungen nicht aus. „Wir haben wenig Zeit. In zwei bis drei Monaten sollte der Plan stehen“, schrieb er der neuen Chefin ins Auftragsbuch. Denn nach wie vor steckt Karstadt in den roten Zahlen.
Ob die Schwedin, die bisher mit Billy-Regalen und Klippan-Sofas befasst war, die Richtige ist, um Karstadt zu retten, ist umstritten. Sie hat zwar für den schwedischen Konzern schon in Japan und den Niederlanden gearbeitet. Erfahrung mit dem hart umkämpften deutschen Markt hat sie aber nicht. dpa