Bensouda wehrt sich gegen die seit Jahren immer wieder aufkeimende Kritik, dass der Gerichtshof es nur auf Afrika abgesehen habe. Bislang ermittelt der Gerichtshof vor allem gegen Diktatoren und Rebellenführer vom Schwarzen Kontinent. Es scheint, als wolle Bensouda diesen Fokus erweitern. Sie sei Anklägerin für alle 121 Vertragsstaaten, sagte sie vor ihrem Amtsantritt. Sie sehe es als ihre Aufgabe an, Opfern eine Stimme zu geben.
Die 51-Jährige ist Mutter von drei Kindern und stammt aus einer Großfamilie. 1961 wurde sie in der gambischen Hauptstadt Banjul geboren. Bensouda absolvierte eine Blitzkarriere: Mit 35 Jahren wurde sie Generalanwältin, mit 37 Justizministerin. Anschließend arbeitete sie als Rechtsberaterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda, 2004 wechselte sie zum Internationalen Strafgerichtshof. dpa