Mordversuch aus Kränkung

Münster (dpa). Ein Taxifahrer, der aus Kränkung seine Frau erst mit dem Auto überfahren und dann niedergeschossen hat, soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für zwölf Jahre hinter Gitter.

Der Mordversuch an seiner getrenntlebenden Ehefrau sei „einer Hinrichtung gleichgekommen“, sagte der Ankläger am Dienstag in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Münster.

Im Juni hatte der 41 Jahre alte Türke der Frau vor ihrer Haustür im westfälischen Borken aufgelauert.Die 38-Jährige war gerade auf dem Fahrrad losgefahren, als der Angeklagte sie mit seinem Privatwagen rammte. Dann gab er zwei Schüsse auf das am Boden liegende Opfer ab. Die Frau konnte nur dank einer Notoperation gerettet werden und überlebte schwer verletzt.

Der zwölf Jahre alte Sohn des Ehepaars musste die Tat damals mit ansehen.„Eigentlich habe ich nur in die Luft schießen wollen“, hat der Mann vor Gericht behauptet. „Sie sollte zu spüren bekommen, wie sie mit Menschen umgegangen ist.“ Das Urteil soll am Donnerstag fallen.