Sie verurteilten die drei deshalb zu je zwei Jahren Haft, plus sechs Monate, weil die Bar nach 22.00 Uhr noch geöffnet hatte. Das Buddha-Bild stand im Dezember kurz auf der Webseite der Bar. Als sich im Internet ein Sturm der Entrüstung zusammenbraute, löschte die Bar das Bild und entschuldigte sich.
Das jahrzehntelang vom Militär regierte Land nordwestlich von Thailand ist mehrheitlich buddhistisch. Seit Generäle in Zivil 2011 den Wandel einleiteten, wachsen religiöse Spannungen und damit allgemeine Intoleranz. Betroffen sind vor allem Muslime. Oft hetzen radikale Mönche die gegenüber Muslimen ohnehin wenig tolerante Bevölkerung auf. „Ich bin sehr aufgebracht“, sagte Tun Ko Ko, die Mutter eines der Verurteilten. „Ich wüsste gerne, ob das Urteil auf Druck extremistischer Mönche zurückgeht.“
Human Rights Watch kritisierte das Urteil. „Es zeigt, dass freie Meinungsäußerung in Myanmar so bedroht ist wie nie“, sagte Phil Robertson, der stellvertretende Asien-Direktor der Menschenrechtsorganisation. Das Gesetz verletze Menschenrechtsstandards.