Der gelernte Geograf kam bereits mit 29 Jahren in den Landtag, sorgte mit frechen Debattenbeiträgen für Aufsehen und ließ sich - scheinbar chancenlos - in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen für die CDU zum Oberbürgermeisterkandidaten aufstellen.
Doch das Unmögliche gelang, Wittke knackte erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die SPD-Mehrheit, wurde zum jüngsten Oberbürgermeister Gelsenkirchens. Fünf Jahre später war er der jüngste Ex-OB, von den Bürgern abgewählt. Obwohl kein Freund von Jürgen Rüttgers, gab der ihm eine weitere Chance, machte ihn zum Verkehrsminister.
Doch Wittke wurde mit Tempo 109 innerorts geblitzt, musste einen weiteren Führerscheinentzug beichten und zurücktreten. Da hatte er neben dem Spitznamen "Ruinen Olli" auch noch den Namen "Pannen Olli" weg, auch weil er legendäre Interviews gegeben hatte: "Ich kann auch mit den Doofen." Nach einer Auszeit kommt er nun zurück: als Generalsekretär der NRW-CDU unter Norbert Röttgen.