Sein Wunsch wurde erfüllt.
"Ich bin lieber im Gefängnis als zu Hause", sagte Lawrence Ripple am Mittwoch laut Justizunterlagen bei einer Gerichtsanhörung in Kansas City. Nach einem Streit mit seiner Frau in der vergangenen Woche habe er sich dazu entschlossen, sich vorsätzlich bei einer Straftat festnehmen zu lassen. Ripple betrat dann eine Bank und legte am Schalter einen Zettel vor, auf dem er Geld forderte und mit einer Waffe drohte.
Nachdem ihm 3000 Dollar ausgehändigt wurden, ergriff Ripple nicht die Flucht, sondern setzte sich in der Bankfiliale hin und wartete auf die Polizei. Die Beamten erfüllten ihm seinen Wunsch: Sie nahmen ihn fest. Für eine Trennung oder Scheidung fehlte Ripple offenbar der Mut. In seiner neuen Unterkunft sind ihm immerhin regelmäßige Mahlzeiten und eine medizinische Grundversorgung sicher - Dinge, die sich viele US-Senioren mangels Geld und Versicherung kaum leisten können. afp