„Die Partei, in der ich mich total wiederfinde, gibt es nicht.“ Vielleicht werde er sich für die FDP entscheiden. Ihm gefalle unter anderem die Haltung des Parteivorsitzenden Christian Lindner zu den deutsch-russischen Beziehungen und der sogenannten Krim-Frage. „Das gute Verhältnis zu Russland ist in unserem Interesse“, sagte Schweiger. „Die Sanktionen dienen doch nur den wirtschaftlichen Interessen der USA. Ich fand es gut, dass das mal einer so sagt.“
Die deutsch-russischen Beziehungen sind seit Beginn der Ukraine-Krise vor drei Jahren schwer belastet. Lindner war kritisiert worden, weil er gefordert hatte, die russische Annexion der ukrainischen Krim als „dauerhaftes Provisorium“ zu akzeptieren.
Mit seiner Unentschlossenheit vor der Bundestagswahl ist Schweiger nicht allein: Fast jeder zweite Wahlberechtigte hat sich einer Umfrage zufolge noch nicht entschieden, welcher Partei er bei der Abstimmung am 24. September seine Stimme geben soll.