Es war weit nach Mitternacht, die Bundeskanzlerin hatte auf einem EU-Gipfel in ihren Geburtstag „hineingefeiert“. Möglich, dass van Kampen die Szenerie ein wenig auflockern wollte.
Gemeinsam mit den Kollegen wollte er „happy birthday“ zum Besten geben, stimmte das Lied selbstbewusst an — und sang dann ganz allein. Noch viel schlimmer: Die Besungene selbst machte einen Gesichtsausdruck, als wollte sie sich telekinetisch an einen anderen Ort beamen. „Ich hätte mitsingen müssen, dann wäre es besser geworden“, war Merkels verlegener Kommentar zum Abschluss.
Autsch, das hat gesessen. Im Internet kam zum Vorwurf der Distanzlosigkeit gestern noch der übliche Spott obendrauf. Ein Nutzer hat van Kampens Solo sogar mit einem flotten Rhythmus hinterlegt. Vergeblich, ein Hit wird die Sangeseinlage nicht mehr. Der langjährige ZDF-Wirtschaftsexperte und New-York-Korrespondent wird es verkraften — er geht zum Ende des Jahres in den Ruhestand. vezi