In dieser Zeit blickte „Herschel“ 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt durch Staub- und Gaswolken: „Wir waren mit Herschel quasi im Kreißsaal bei der Geburt von Sternen dabei“, sagte Christian Gritzner vom DLR-Raumfahrtmanagement laut Mitteilung.
Nun seien die Kühlmittel-Vorräte beinahe verbraucht und die Betriebstemperatur von etwa minus 271 Grad Celsius könne nicht mehr gehalten werden, erklärte das DLR. Daher werde „Herschel“ nun in den Ruhestand geschickt - eine Umlaufbahn um die Sonne, in der das Teleskop keine Gefahr für künftige Missionen darstelle, sagte Gritzner. Ein kontrollierter Absturz sei zwar theoretisch auf dem Mond möglich, aber zu aufwendig.