Mit den in der Stadt Kostinbrod westlich von Sofia beschlagnahmten Stimmzetteln könnten 25 der 240 Parlamentarier gewählt werden, warnte Sozialisten-Chef Sergej Stanischew. Es gab einzelne Stimmen, die eine Verschiebung der Wahl forderten.
Der Wahlkampf in dem EU-Land für die vorgezogene Abstimmung über ein neues Parlament am Sonntag war bereits von Vorwürfen des Stimmenkaufs überschattet worden. Wegen befürchteter Wahlfälschung sowie des Verkaufs von Wählerstimmen wird die Wahl vor Ort von der größten Beobachtergruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) seit 1990 verfolgt. Oppositionsparteien beauftragten außerdem das sozialwissenschaftliche SORA-Institut aus Österreich mit einer Kontrollauszählung.