Papst Benedikt beginnt Weihnachtsfeiern

Rom (dpa) - Weihnachten im Vatikan: Die riesige Krippe auf dem Petersplatz ist enthüllt, Papst Benedikt XVI. stellte am Abend ein Friedenslicht ins Fenster. Erster Höhepunkt ist die Christmette.

Auf dem Petersplatz erstrahlte der 34 Meter hohe Weihnachtsbaum aus Südtirol, und die traditionelle Krippenlandschaft wurde nach langen Vorarbeiten enthüllt. Vor der Christmette am späten Freitagabend segnete Papst Benedikt XVI. die Krippe. Er zündete am Fenster seines Arbeitszimmers im Apostolischen Palast über dem Petersplatz ein Licht als Symbol des Friedens an. Die anwesenden Pilger und Gläubigen mussten während der einstündigen Enthüllungszeremonie in einem starken Regen ausharren.

Zehntausende werden in den kommenden Wochen die überdimensionale Krippenlandschaft bewundern können. Sie war während des Aufbaus mit einem Sichtschutz verdeckt worden, ist etwa 25 Meter breit und erstreckt sich über 300 Quadratmeter mitten auf dem Petersplatz. Ergänzt wurde die traditionelle Szene im Stall zu Bethlehem in diesem Jahr durch neun philippinische Figuren, die Musikanten darstellen und eine einfache Fischerfamilie in ihrem Boot.

Diese Krippentradition auf dem Petersplatz wurde - wie der Weihnachtsbaum - von Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. im Jahr 1982 für das Fest der Geburt Jesu dort wieder eingeführt.

Die Messe ist der erste Höhepunkt des Festes im Vatikan. Mit Rücksicht auf das Alter des 83-jährigen Papstes war der Beginn erneut schon auf 22.00 Uhr gelegt worden. Sicherheitsmaßnahmen sollten einen Vorfall wie 2009 verhindern, als eine verwirrte Frau sich vor der Messe auf Benedikt stürzte und ihn zu Boden riss.

Am Weihnachtstag verkündet Benedikt dann die Weihnachtsbotschaft, spendet den Segen „Urbi et Orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis) und verliest in Dutzenden Sprachen Weihnachtsgrüße an alle Völker.