Chinesische Medien hatten berichtet, dass der Händler und sein Rivale Uiguren aus der westchinesischen Region Xinjiang waren. Dort gibt es seit langem Spannungen zwischen der muslimischen Minderheit der Uiguren und der Mehrheit der Han-Chinesen. Die Behörden veröffentlichten jedoch keine Hinweise, die auf einen terroristischen Hintergrund hindeuteten.
Die Ermittler veröffentlichten keine Informationen über den Hintergrund des Streits. Mehrere Medien verbreiteten Fotos, auf denen Polizisten einen weiteren Mann festnehmen.
Vor rund zwei Wochen hatten Attentäter im Bahnhof der Metropole Kunming in Südwestchina ein Blutbad mit 33 Toten angerichtet. Die Polizei machte uigurische Separatisten aus Xinjiang für den Anschlag verantwortlich.
Wegen der Spannungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen gilt Xinjiang seit langem als Konfliktherd. Das muslimische Turkvolk fühlt sich wirtschaftlich, politisch und kulturell von den herrschenden Chinesen unterdrückt. Umgekehrt wirft Chinas Regierung uigurischen Gruppen separatistische Bestrebungen und Terrorismus vor. Nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 hatte China das frühere Ostturkestan annektiert.