„Wenn wir die jüngsten Umfragen nehmen und feststellen, dass sich Unkenntnis ausbreitet, muss man sagen, dass die Schulen und die Länder in diesem wichtigen Auftrag - ja, man muss es hart ausdrücken: versagt haben“, sagte Neumann im Deutschlandfunk. Wenn das Wissen um die Diktatur und ihre Folgen bei Jugendlichen nicht präsent sei, seien sie vor allem in Krisenzeiten anfällig für „Rattenfänger von links und rechts“, sagte Neumann.
Dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, der die Beschäftigung von 47 früheren Stasi-Leuten in seiner Behörde nicht mehr hinnehmen will, sicherte er zugleich Unterstützung zu. Die Bundesregierung könne Jahn entsprechende Positionen anbieten, um diese Mitarbeiter möglichst freiwillig in andere Behörden zu versetzen. Für seinen Verantwortungsbereich als Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien könne er „auf Anhieb“ 19 Stellen in Einrichtungen benennen, die diese Mitarbeiter übernehmen wollten.