Auf neuen Anzeigetafeln soll Autofahrern während des Berufsverkehrs und der Hauptreisezeiten angezeigt werden, dass sie die Zusatzspur nutzen dürfen. „In den Spitzenverkehrszeiten erhöht sich dadurch die Leistungsfähigkeit der Strecke um bis zu 30 Prozent“, sagte Ramsauer dem Blatt.
Vorgesehen sind die zusätzlichen Kilometer demnach etwa auf den Abschnitten Bremer Kreuz - Bremen-Vahr (A 27), Hannover - Lehrte (A 2) und Horster Dreieck - Landesgrenze Niedersachsen/Hamburg (A 1). Anlagen sind auch auf den hoch belasteten Strecken Holledau - Neufahrn (A 9) und Gambacher Kreuz - Friedberg (A 5) geplant.
Der ADAC begrüßte den Anti-Stau-Plan in der Zeitung, hält ihn Seitenstreifen allerdings bloß für eine Notlösung mangels Geldes für den Aus- und Neubau von Autobahnen. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, der Grünen-Politiker Winfried Hermann, findet es vernünftig, statt Autobahnen auszubauen, verstärkt Seitenstreifen freizugeben, wie er dem Blatt sagte.