Ein entsprechender Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ wurde in Berliner Regierungskreisen bestätigt. „Wir bedauern dieses ungerechtfertigte Vorgehen und haben dies gegenüber der russischen Regierung zum Ausdruck gebracht“, hieß es.
Hintergrund ist laut „Spiegel“ offenkundig der Fall eines russischen Diplomaten, der als Mitarbeiter des Bonner Generalkonsulats spioniert haben soll, vom Verfassungsschutz monatelang observiert und schließlich ohne großes Aufsehen aus dem Land gewiesen wurde. In vergleichbaren Fällen zuvor sei eine Retourkutsche der Russen ausgeblieben, anders jedoch dieses Mal. „Das ist eine Politik der Nadelstiche“, zitiert der „Spiegel“ einen Vertreter des Auswärtigen Amtes: „Wir wissen nicht, wohin sie führt.“