„Damit wird versucht, der Konfrontation aus dem Weg zu gehen“, sagt Psychologin Felicitas Heyne aus Herxheim in Rheinland-Pfalz. Besser sei, eine praktische Lösung auszuhandeln, wie zum Beispiel Fernsehzeiten für jeden festzulegen.
Hinter dem Versuch, dem anderen seine Sendungen abgewöhnen zu wollen, stecke meist etwas anderes. „Der Punkt ist: Das Fernsehschauen ist die Spitze des Eisbergs. Man sollte sich fragen, auf was wegen des Partners noch alles verzichtet wird“, so Heyne. Das Gerangel um das TV-Programm ist eine Form des Machtkampfs in der Beziehung: „Ab und zu nachzugeben ist okay, aber nicht immer. Denn das sind genau die Dinge, die sich aufsummieren und Frust provozieren“, erklärt Heyne.