Steckt hinter den Kopfschmerzen eher die Angst vor der Mathearbeit, können die Eltern den Nachwuchs vielleicht eher motivieren: „Probier's doch erstmal, zur Schule zu gehen. Wenn es gar nicht geht, hol ich dich ab“, schlägt Ulric-Ritzer Sachs von der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung vor.
Neben der Sorge, ob und was das Kind denn hat, müssen Eltern auch noch ihr eigenes Leben organisieren: Denn bleiben sie bei Sohn oder Tochter zu Hause, müssen Termine auf der Arbeit abgesagt und Besprechungen verlegt werden. „Ist das Kind krank, fühlt sich das für manche wie eine Bedrohung an“, sagt Ritzer-Sachs. Für das Kind ist es aber wichtig zu wissen: „Meine Eltern sind da, wenn es mir nicht gut geht.“
Nicht ganz ausschließen lassen sich Fälle, bei denen Eltern falsch liegen - entweder weil sie Beschwerden über- oder unterschätzt haben. Letzteres kommt nach Ritzer-Sachs Erfahrung aber nicht so häufig vor: „Die meisten Eltern machen sich zu viele Gedanken.“