Die Psychologen stellten fest, dass Menschen, die sich nicht im Klaren darüber sind, wer sie sind und was sie als Mensch ausmacht, die Veränderungen ihres Lebensgefährten seltener unterstützen, heißt es in der Zeitschrift „Psychologie Heute“ (Ausgabe 03/2018).
Dahinter steckt nicht Bösartigkeit oder Gefühlskälte - sondern die Angst, sich selbst verändern zu müssen. Dem anderen den Rücken zu stärken, könnte den Forschern zufolge noch mehr Unklarheit über das eigene Selbst nach sich ziehen.
Diese Angst kann sogar die Beziehung gefährden, wie eine weitere Studie zeigt. Die Psychologen befragten darin die liierten Probanden, wie die Beziehung verlief, wenn einer sich wandelte. Tatsächlich sank bei beiden mit der Zeit die Zufriedenheit in der Partnerschaft, wenn der Beistand etwa für neue Hobbys oder Persönlichkeitsveränderungen ausblieb. Außerdem engagierten sich beide weniger für das Zweiergespann.