„Wenn ich merke, dass ich ängstlicher beim Gehen geworden bin, sollte ich mir überlegen: 'Was kann ich denn?'“, erklärt Nadja Schott, Professorin am Lehrstuhl für Kognition und Motorik an der Universität Stuttgart. Manchen Senioren falle beispielsweise das Gehen leichter als das Aufstehen vom Stuhl, andere seien besonders ausdauernd. Es steigere das Selbstbewusstsein, wenn Senioren erst einmal diese Dinge trainierten, so Schott. Das sei besonders wichtig nach Stürzen - denn diese schüren Unsicherheit.
Nach und nach könnten Ältere sich dann neue Ziele setzen: „Erstmal laufe ich vielleicht im Flur auf und ab, dann nehme ich mir den Weg zum Bäcker vor“, sagt Schott. So könnten sie Ängste überwinden. Am besten funktionierten feste Übungszeiten, zum Beispiel jeden Tag zwischen 7.00 und 8.00 Uhr morgens. Wichtig sei, Freunde oder den Partner miteinzubeziehen und sich am Schluss ein großes Ziel zu überlegen, etwa eine Wanderung.