Häufig werde diese Möglichkeit übersehen, einfach weil die Betroffenen häufig Probleme mit schmerzenden Gelenken haben. Braucht ein Rheumapatient ein neues Gelenk, ist die OP eigentlich mit der bei einem Nicht-Rheumatiker vergleichbar. Nur ist das Risiko, dass sich das neue Gelenk entzündet, deutlich höher. Das liegt zum einen an der Grunderkrankung, zum anderen aber auch an den Medikamenten, die Rheumatiker in der Regel einnehmen. Sie schützen einerseits vor Entzündungen, schwächen aber häufig auch die Abwehrkräfte. Dadurch haben Bakterien und andere Erreger leichtes Spiel.
Zwischen dem Rheumageschehen, normalem Verschleiß und einer Infektion zu unterscheiden, sei nicht so einfach, geben die Experten zu. Mit einem bestimmten Test können Rheumatologen mittlerweile allerdings erkennen, ob das Immunsystem gegen einen Erreger ankämpft. Wird die Infektion rechtzeitig bemerkt, kann der Arzt das künstliche Gelenk durch eine Operation meist retten, erklärt die DGRh.