Darauf weist der Botanische Sondergarten Wandsbek in Hamburg hin. Er hat das Tränende Herz zur Giftpflanze des Jahres 2017 gekürt. Alle Teile der Staude sind toxisch, besonders aber die Wurzeln.
Das Tränende Herz wird bis zu 90 Zentimeter hoch. Die Staude lässt sich gut an ihren Blüten erkennen, die auch namensgebend sind: Herzförmige Blütenblätter sind an der unteren Spitze geöffnet, woraus eine Art weiße Träne fällt.
Darum rankt sich eine Legende aus Japan: Ein junger Mann wollte ein Mädchen erobern und schenkte ihr zwei Kaninchen, ein Paar Schuhe und ein Paar Ohrringe. Sie verweigerte die Gaben und die Liebe. Aus Verzweiflung stach sich der Mann mit einem Dolch ins Herz - so wurde es zu einem blutenden beziehungsweise tränenden Herz, der Blütenform.