„Das Geisternetz stand in Teilen noch aufrecht am Meeresboden, so dass sich Fische und Meeresvögel weiter darin verfangen haben“, sagte Andrea Stolte, Projektmanagerin für Geisternetze beim WWF in Stralsund.
Vor allem Schollen, Flundern, Steinbutte und auch einige Dorsche hätten sich dort verstrickt. Zudem könnten herumgeisternde Stellnetze auch zu Todesfallen für Robben und Schweinswale werden.
Nach WWF-Angaben besteht etwa ein Zehntel des weltweiten Plastikmülls im Meer aus verlorenem Fischereigerät. Es könne 400 bis 600 Jahre dauern, bevor sich ein Netz aus Kunststoff im Meer zersetzt habe.
Ein Mitarbeiter der Universität Rostock habe das Geisternetz beim Schnorcheln entdeckt und den WWF darauf aufmerksam gemacht, berichtete Stolte. Das Netz sei nicht mit Bojen oder Fähnchen gekennzeichnet gewesen. Dies sei illegal, sagte Stolte. „Gerade solche Funde zeigen, wie wichtig es ist, die Kennzeichnungspflicht für Stellnetze auch durchzusetzen.“