Düsseldorf. Mit dem elegischen Bild der „Gefangenen Juden in Babylon“ traf Eduard Bendemann den damaligen, recht sentimentalen Geschmack. Ein alter Mann in Ketten lagert unter einem Weidenbaum am Ufer des Euphrat.
Ein Mädchen neben ihm versteckt seine Tränen hinter seinen Händen. Eine Zitherspielerin nimmt eine melancholische Denkerpose ein und eine Mutter mit ihrem Kleinkind im Arm starrt ins Nirgendwo.
Bendemann war 21 Jahre alt, als er ohne einen konkreten Verweis auf die Strafaktion von König Nebukadnezar das Bild schuf. Nun kehrt es als Leihgabe aus Los Angeles nach Düsseldorf zurück. H.M.