Einige der seltensten Vogelarten weltweit haben auf einigen Pazifikinseln ein letztes Refugium gefunden: Umweltschützer haben in zwei Jahren fünf Inseln in Französisch-Polynesien von Ratten befreit, wie die Organisation Birdlife berichtete. So stünden jetzt rund 1000 Hektar zur Verfügung, auf denen die Vögel ohne Gefahr brüten und leben könnten.
In dem geretteten Paradies auf halbem Weg zwischen Australien und Südamerika lebt etwa die Polynesische Erdtaube, von der es wahrscheinlich nur noch weniger als 200 Exemplare auf der Welt gebe. Ein anderer Bewohner ist der Kleinschnäbelige Südseeläufer. „Der raubtierfreie Lebensraum für diese Vögel war so klein geworden, dass ohne diesen Einsatz ein Zyklon, eine Dürre oder eine Ratten- oder Vogelkrankheit das Aussterben hätte bedeuten können“, erklärte Steve Cranwell von Birdlife. Das Einschleppen fremder Säugetierarten sei 90 Prozent aller ausgestorbenen Vogelarten zum Verhängnis geworden.