Rund zwölf Wochen nach seiner Kreuzband-Operation konnte Deutschlands „Sportler des Jahres“ bei der zweiten Auflage des Hallenmeetings nicht starten. Harting begleitete den Diskus-Wettkampf in der O2 World als Co-Kommentator.
„Ich habe bis Ende Januar nichts machen dürfen“, sagte der dreimalige Weltmeister der Deutschen Presse-Agentur. Jetzt werde es spannend, die richtige Dosis zum Kraftaufbau und für die Anbahnung zu finden. „Beides muss trainiert werden. Es wird sehr komisch, andere beim Wettkampf zu sehen und selbst nicht mitzumachen.“ Seriöse Aussagen zum Saisonverlauf könne man in dieser Phase nicht machen - dies wäre spekulativ.
Der 126-Kilo-Hüne hatte sich am 9. September beim Abtrainieren das vordere Kreuzband und das Innenband im linken Knie gerissen. Nach der OP und einer Reha bis Mitte Januar wollte er sich langsam wieder in Form bringen. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte der Welt- und Europameister vor den 12 600 Zuschauern in der O2 World, gab aber auch zu: „Es läuft jetzt nicht so super gut, aber auch nicht schlecht.“ Die jetzige Phase „muss man noch überstehen und darf nichts riskieren“.
Harting muss sich für die Leichtathletik-WM in Peking (22. bis 30. August) nicht qualifizieren: Als Titelverteidiger bekommt der Schützling von Trainer Torsten Schmidt vom Weltverband IAAF eine Wildcard.