„Die Presse“ (Österreich): „Es gibt kein Projekt, keine Vision, keine Ideen, die in die Zukunft weisen. (...) Der teure Stillstand setzt die Zukunft aufs Spiel.“
„Hospodarske Noviny“ (Tschechien): „Im Interesse der Republik haben alle Zugeständnisse gemacht (...) Das Programm der neuen Regierungskoalition sieht entsprechend aus: Es ist ein Treffen auf halbem Wege.“
„De Standaard“ (Belgien): „Ein wirklich großes innenpolitisches Projekt, hinter dem alle drei beteiligten Parteien stehen würden, ist in den Absprachen nicht erkennbar.“
„Sydsvenskan“ (Schweden): „Die Stärke der Koalition ist ihre Stärke - dass sie eine solide Mehrheit der Wähler hinter sich hat. Ihre Schwäche ist, dass beide Parteien sich in Herzensangelegenheiten behindert haben.“
„Neue Zürcher Zeitung“ (Schweiz): „Für ausländische Beobachter mutet es kurios an, mit welcher Detailversessenheit die deutschen Parteien ihre Koalitionsverträge aushandeln.“
„de Volkskrant“ (Niederlande): „Die Politik von Merkel II wird in der Amtszeit von Merkel III nicht wesentlich abgeändert.“
„Der Standard“ (Österreich): „Im Vertrag fehlt der große Wurf. (...) die wirklich großen Brocken will man nicht anfassen.“
„El País“ (Spanien): „Aber die Stabilität, die das Abkommen garantiert, ist für den Bürger in diesen schwierigen Zeiten immer tröstend.“
„Nesawissimaja Gaseta“ (Russland): „Das Regierungsprogramm wird nicht vor dem 17. Dezember verabschiedet. (...) Das bedeutet also für die SPD-Führung, aber auch für Merkel, noch einen zweiwöchigen Nervenkrieg.“
„Gazeta Wyborcza“ (Polen): „Niemals zuvor gab es eine so lange Geburt, wenn auch zum Glück nicht unter großen Schmerzen. Jetzt beginnt die Nervosität.“