Doch ob Bildung oder Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen oder Wohnungssuche: Studien belegen, dass „moderner“ Rassismus in Form subtiler Vorurteile für viele Migranten noch immer zum Alltag gehört.
Rassismus, sagt der Duden, ist eine Theorie, nach der Menschen oder Bevölkerungsgruppen „mit bestimmten biologischen Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- beziehungsweise unterlegen sein sollen“. Zwar ist wissenschaftlich längst, dass alle Menschen denselben Ursprung haben. Dennoch halten einige am Glauben fest, es gebe Gruppen von unterschiedlichem Wert.
So war es auch das Gefühl zivilisatorischer und moralischer Überlegenheit, mit der Europas Kolonialmächte zum Beispiel Millionen Afrikaner versklavten - untermauert durch „naturwissenschaftliche“ Theorien des 17. und 18. Jahrhunderts.