Doch auch heute ist die Erdbebengefahr in Italien groß, derzeit vor allem in der Mitte des Landes:
Oktober 2016: Das stärkste Beben seit 1980 trifft Mittelitalien und macht Tausende obdachlos. Die Erdstöße mit der Stärke 6,5 zerstören historische Ortschaften in der Apennin-Gebirgsregion, Tote gibt es nicht. Wenige Tage zuvor wurden die Regionen Marken und Umbrien von zwei starken Erdstößen getroffen. Tausende Nachbeben suchen die ohnehin schon verwüstete Region heim.
August 2016: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 legt den Norden der italienischen Provinz Rieti in Trümmer. 298 Menschen sterben, mehr als 3000 sind obdachlos. Der Ort Amatrice ist besonders getroffen.
Mai 2012: Schwere Erdstöße und Hunderte Nachbeben erschüttern Nordostitalien. Bilanz: mehr als 25 Tote und ein Milliardenschaden.
April 2009: Ein Erdbeben verwüstet die mittelitalienische Stadt L'Aquila. Es gibt 309 Tote, rund 70 000 Menschen werden obdachlos.
Oktober 2002: Ein Beben lässt eine Dorfschule im mittelitalienischen San Giuliano di Puglia einstürzen. Mehr als 25 Kinder und eine Lehrerin sterben.
September 1997: In den Regionen Umbrien und Marken beschädigt ein Beben die Basilika von Assisi und etwa 9000 weitere Gebäude. Zwölf Menschen sterben.
1990: Bei einem Beben in Ostsizilien kommen 19 Menschen um.
1980: Rund 3000 Menschen sterben bei einem Beben in Süditalien.